Vollrüstung

Komplette Rüstungen kamen bei den Landsknechten eigentlich selten vor und waren eher bei der Reiterei zu finden. Allein das Gewicht stellte für Fusstruppen schon einen erheblichen Nachteil dar. Trotzdem versuchten sich aber besonders die vorderen Reihen der Schlachthaufen durch den vermehrten Einsatz von Rüstungsteilen zu schützen, denn ihnen galt der erste Stoss des Gegners. Da Rüstzeug jedoch sehr teuer war, blieb dies meist den bessergestellten Angehörigen des Regiments vorbehalten, welche dann bei der Musterung als "Doppelsöldner" eingestuft wurden und doppelten Sold erhielten.

 

 

 

 Halbharnisch

Jeder einzelne Landsknecht versuchte sich, seinen Möglichkeiten entsprechend, so gut es ging gegen feindliche Gewalteinwirkung zu schützen. Die Brust stellte dabei die grösste Angriffsfläche dar. Deshalb waren Brustpanzer beim Fussvolk sehr beliebt. Oft war dies dann auch die einzige Schutzausrüstung des Landsknechts, denn je mehr Rüstzeug man am Leibe trug, desto unbeweglicher wurde man. Generell galt aber: Jeder verwendete das, was ihm zur Verfügung stand.

 

 

 

 

Helm

Natürlich war der Kopf ebenfalls ein sehr gefährdetes Körperteil. Daher kamen gelegentlich verschiedene Arten von Helmen zum Einsatz. Zwei typische Helmformen des frühen 16. Jahrhunderts waren Schaller(links) und Burgunderhelm, auch "Sturmhaube" genannt (rechts).

 

 

 

Bischofskragen

Der Bischofskragen war ein aus Kettengepflecht bestehender Überwurf, der Schulter und Brust bedeckte.  Er wurde höchstwahrscheinlich überwiegend von den hinteren Gliedern getragen, um sich gegen Pfeilbeschuss und die Spieße des Gegners zu schützen. Der Rest des Körpers war innerhalb der Formation von den gut gerüsteten Kämpfern der vorderen Reihen gedeckt.