Wir schreiben das Jahr 1534 Anno Domini. Kaiser Maximilian I.  ist bereits  15 Jahre tot,  sein Enkel Karl V.  ist in seine Fußstapfen getreten.

Eine herrenlose Vergadderung von Landsknechten, viele von ihnen Doppelsöldner, zieht durch die westfälischen Lande, auf der Suche nach einem neuen Herrn,  der sie unter Sold nimmt.

Es sind die Reste des Lipper Fähnleins,  einer schlachterprobten Formation, die schon bei Bicocca (1522) kämpfte, als die Landsknechte erstmalig ihren Erzrivalen, den Schweizern, das Laufen lehrten. Auch nahmen sie an der legendären Schlacht vor Pavia (1525) teil  und waren beim Sacco di Roma (1527) dabei. 

Zwischendurch standen sie beim Schwäbischen Bund unter Sold und waren an der Niederschlagung der Bauernaufstände in den oberdeutschen Landen beteiligt.

Nach einem längeren Aufenthalt als Besatzung im belagerten Wien (1529) treibt es sie nun samt Trossanhang Richtung Norden, wo der Bischof von Münster Truppen anwirbt, um die Stadt aus der Hand der Wiedertäufer zu befreien....  

.....und nur Gott weiß, wohin es sie hiernach verschlägt !