Die Entstehung der Landsknechte beginnt mit der Gründung durch Maximilian I. (1459-1519), den Kaiser des "Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation" im späten 15. Jahrhundert. Nach schweizer Vorbild trugen diese Söldnertruppen Piken (lange Spieße), Hellebarden in allen Varianten, Armbrüste und später auch Musketen sowie  andere Schusswaffen. Als Hiebwaffe diente der "Katzbalger", ein Kurzschwert mit S-förmiger Parierstange. Auch schwere Artillerie wurde zur Kriegsführung verwendet.

 

 

 

Durch die Masse an Soldaten, welche in kürzester Zeit durch Musterungen in den Städten ausgehoben wurden, und das leichte Erlernen der Kriegstechniken, mittels teilweise heute noch verwendeter Kommandostrukuren, entwickelten sich die Landsknechte zu Elitekriegern und zum Schrecken ihrer Zeit. Da sich der Einsatz von Piken und die überlegenden Kampfformationen auch gegen die ritterlich geprägte Reiterei als überaus tötlich erwies, brachten sie das Rittertum zum Fall. Die Reiterheere verloren somit an Effektivität und waren im Gegensatz zu den schnell auszubildenden Landsknechten zu teuer.

 

 

 

 

 

 

 

Obwohl als reine Krieger des deutschen Kaisers gedacht, führten die vielen Erfolge und der gute Ruf die Landsknechte auf alle wichtigen Kriegsschauplätze in ganz Europa. Nach dem 30-jährigen Krieg zeichnete sich dann das Ende der großen Zeit des Söldnertums ab, denn kurzfristig angeheuerte Heereseinheiten waren für den Kriegsherrn immer ein Risikofaktor, weil sie bei ausbleibendem Sold zu Meutereien neigten, oder gar zum Feind überliefen.